- 11.04.02: Ich bleibe mit meinem Auto (Golf IV V6 4motion, EZ 10/99) liegen, es wird vom VW-Händler ein Getriebeschaden diagnostiziert, der den kompletten Austausch erfordert. Laut Aussage meines Händlers kann ich mit einer 50%igen Übernahme der Kosten auf Kulanz-Basis von VW rechnen.

- 15.04.02: Ich stelle telefonisch unter 0800-VOLKSWAGEN einen Antrag auf volle Kostenübernahme durch VW

- 19.04.02: Das Auto ist repariert und erfreut sich wieder bester Gesundheit

- 22.04.02: Die Rechnung vom Autohaus kommt. 50% der ca. 4.600 EUR wurden aus Kulanz von VW übernommen.

- 23.04.02: Ein "Standard"-Brief des Vertriebszentrum Nord-West mit der Absage auf 100%ige Kulanzübernahme kommt bei mir an mit der Aussage "Im Rahmen der Kulanz wurde ein angemessener Kostenanteil übernommen.".

- 24.04.02: Ich schicke ein 3seitiges Antwortschreiben an das VZ Nord-West, in dem ich nochmals unter Angabe der bisher angefallenen Reparaturen darum bitte, sich den Fall näher anzusehen und doch noch die gesamten Kosten von VW tragen zu lassen.

- 08.05.02: Rückfrage bei 0800-Volkswagen, da ich seit 2 Wochen noch immer keine Reaktion auf mein letztes Schreiben erhalten habe. Man sagt mir, daß eine Bearbeitung im Schnitt 2-3 Wochen in Anspruch nehmen kann.

- 16.05.02: nochmal Rückfrage bei der Hotline. Eine Mitarbeiterin sagt mir zu, daß eine Beantwortung forciert werden soll.

- 22.05.02: nochmal Rückfrage bei der Hotline. Schon wieder soll eine Bearbeitung forciert werden. Anruf direkt beim VZ Nord-West, Gespräch mit der zuständigen Mitarbeiterin. Aufgrund von Personalengpässen dauert die Bearbeitung länger, man sagt mir jedoch zu, meinen Fall noch in dieser Woche durchzuziehen.

- 25.05.02: Ein Brief des VZ Nord-West aus Emsdetten kommt an, in dem nochmals darauf hingewiesen wird, daß die Garantie bereits seit 10/2000 abgelaufen sei. Nach Durchsicht der Fahrzeugakte und Rücksprache mit dem beteiligten Autohaus wurde jedoch eine Sonderregelung getroffen. Letzter Satz des Schreibens: "In Kürze erhalten Sie eine weitere Gutschrift.".

- 29.05.02: vom Autohaus erhalte ich eine zusätzliche Gutschrift über 500,- EUR

- 30.05.02: Ich bezahle die restlichen 1.800,- EUR

- 14.06.02: Wegen eines "komischen" Geräusches aus dem Motorraum wird eine Kettenspanner-Rolle in der Werkstatt des Autohauses ausgetauscht. Das Geräusch ist danach aber nicht weg. Ein weiterer Termin wird für den 24.06.02 ausgemacht, bei dem "der Motor zerlegt" werden soll, um herauszufinden woran es liegt.

- 18.06.02: Die Außentemperatur ist bei ca. 33C. Auf dem Weg von der Arbeit nach Hause bleibe ich - wieder mal - mit dem Auto liegen. Nach einem Anruf beim Händler werde ich nach 40 Minuten (mittlerweile waren es 32C ...) abgeschleppt. Bei der ersten Filliale (Lage) war kein Ersatzwagen zu bekommen (es war ca. 19.00 Uhr). Weiterfahrt nach Detmold (O-Ton Notdienst-Fahrer "Dann machen wir halt eine kleine Lipperland-Tour"). Dort stehen zwar jede Menge Ersatzwagen auf dem Hof, wir kommen aber nicht in das Gebäude rein, weil keiner der Schlüssel des Notdienstes passt. Mein Auto laden wir ab und ich werde nach Hause gefahren (mit dem Abschleppwagen). Um dem netten Mitarbeiter des Autohauses nicht noch mehr zu belasten sage ich, daß ich mir morgen von einem Bekannten ein Auto leihe und damit nach Detmold fahre, um einen Ersatzwagen zu organisieren (was auch wunderbar geklappt hat). Bei meinem Auto lief übrigens die Kühlflüssigkeit aus, nachdem der Kühler-Ventilator seinen Geist aufgegeben hatte (Sicherung durch).

- 19.06.02: Beim Autohaus spreche ich mit dem Vertriebsleiter und stelle fest, daß ich nicht bereit bin, für die jetzt anstehende Reparatur etwas zu bezahlen. Ich beschreibe kurz die bisherige Geschichte seit dem Getriebeschaden vom 11.04.02. Man sichert mir zu, daß diese Geschichte nun für mich ohne Kosten abgewickelt werden wird.

- 27.06.02: Mein Auto ist seit 7 (Werk-)Tagen in der Werkstatt. Nachmittags gegen 17.00 Uhr fahre ich zur Werkstatt und frage nach, wie der Stand der Dinge ist. Mein Wagen sei fertig, ich kann ihn mitnehmen (angerufen wurde ich nicht vom Autohaus). Das Geräusch aus dem Motorraum ist weg, der Motor läuft ruhiger als zuvor. Auf dem nach Hauseweg merke ich, daß aus der Klimaanlage auch bei Einstellung "LO" keine nennenswerte Minderung der Innenraumtemperatur eintritt. Es kommt nur umgebungs-warme Luft aus den Düsen.

- 28.06.02: Morgens um 08.30 Uhr fahre ich wieder zum Autohaus und bitte einen Service-Meister, sich mal meine Klimaanlage anzusehen. O-Ton: "Das ist ja wirklich nicht allzu kalt". Es sollen irgendwelche Einstellungen überprüft werden, wozu ich heute jedoch keine Zeit habe. Ein Termin für den 01.07.02 wird festgehalten.

- 01.07.02: Ich gebe morgens mein Auto ab und erhalte einen Leihwagen (Polo tdi 1.4), da es scheinbar doch noch etwas länger dauern wird. Nachmittags hole ich meinen Wagen wieder ab. Die Klimaanlage funktioniert auch wieder.

Ich bin glücklich, endlich ein Auto auf dem Hof stehen zu haben, das auch heile ist.

- 02.07.02: Ich wundere mich, daß die Funkfernbedienung nicht funktioniert. Beim manuellen Aufschließen des Wagens funktioniert die Zentralverriegelung nicht. Alle Anzeigen sind tot, das Telefon in der Mittelkonsole wird nicht geladen. Ein Startversuch verläuft nicht gerade erfolgversprechend. Ich denke mir "Oh Nein!". Alles sieht nach einer leeren Batterie aus. Nach einem kurzen Anruf beim Autohaus (O-Ton Service-Meister "Oh Nein!") werde ich zurückgerufen, man kommt gleich mit einem Ersatzwagen vorbei.

- 04.07.02: Mein Auto ist fertig und ich tausche meinen Leihwagen wieder ein. Der Fehler lag an einem Ventilator-Steuergerät, das satte 4 Ampere Strom gezogen hat, normal ist ein Ruhestrom von 0,016 Ampere.

- 05.07.02: Das Auto läuft seit ca. 15 Stunden ohne Probleme. Ein erster Erfolg :-)

- 05.07.02: Ich schreibe nochmals an Volkswagen, dieses Mal addressiert an den Vorstand. Als Einschreiben mit Rückschein wird der Brief am Fr, 05.07.02 aufgegeben.

- 09.07.02: Der Rückschein kommt an, das ursprüngliche Schreiben ist am 08.07.02 in Wolfsburg angekommen. Das Auto läuft übrigens mittlerweile schon seit 5 Tagen ohne Probleme ...

- 11.07.02: Ich werde von einer netten Dame aus Wolfsburg angerufen. Mein Schreiben war zwar an den Vorstand gerichtet, wird laut Aussage der netten Dame von diesem jedoch nicht beantwortet sondern an die Kunden-Betreuung weitergeleitet. Im Namen der Volkswagen AG entschuldigt sie sich für die ganzen Mängel und Unannehmlichkeiten, die ich bisher an/mit meinem Wagen gehabt habe. Sie bietet mir an, dass sich VW an dem letzten Reparatur-Marathon nochmals mit zusätzlichen 400,- EUR beteiligen wird. Anhand ihrer Daten kann sie erkennen, dass es noch eine Rechnung vom 28.06.02 über 871,- EUR an mich gibt, wobei hier schon die 50%ige Kulanz abgezogen ist. Das würde für mich bedeuten, dass ich noch 471,- EUR zu zahlen hätte. Als ich ihr mitteilte, dass ich von einer solchen Rechnung nicht wüsste, da mir die Firma Stegelmann versichert hatte dass mir keine Kosten entstehen werden, wollte sie dort noch einmal nachfragen.
Einige Minuten später rief sie zurück und bestätigte die Aussage von Stegelmann. Mir werden keine Kosten in Rechnung gestellt. Ich bat darum, dass die zusätzliche Beteiligung von 400,- EUR dann doch bitte Stegelmann zugute kommen sollte. Diese Anregung hat sie gerne aufgenommen und versicherte, sich darum zu bemühen. Alles in Allem war es ein sehr angenehmes Gespräch.
P.S.: 7 Tage!

- Zwischendurch: Die letzte Rechnung über 95,99 EUR nach der Reparatur der Klimaanlage habe ich bezahlt. Mit der netten Dame aus Wolfsburg (siehe 11.07.02) habe ich nochmals telefoniert und gefragt, ob die Überweisung der 400,- EUR an das Autohaus Stegelmann in Arbeit wäre. Sie sagte mir, daß aufgrund der momentanen Urlaubszeit die Ausführung dieser Überweisung bis zu 5 Wochen dauern kann ... Da könne man nur abwarten.

- 10.08.02: 37 Tage sind vergangen ... und ich bin mal wieder - fast - liegengeblieben. Gestern Abend ist mir aufgefallen, daß die Kühltemperatur schon wieder nicht konstant bei 90C bleibt. Die Klimaanlage hat wieder nicht ordentlich gekühlt (siehe 01.07.2002). Zuhause habe ich dann einen kleinen Test gemacht und eine etwas längere Ampelphase simuliert. Nach ca. 10 Minuten im Leerlauf ohne Kühlung durch den Fartwind wird die Meldung "Stop Kühlmittel prüfen" in der MFA angezeigt. Ein kurzer Anruf beim Autohaus Stegelmann und ich bereite den Service-Meister dort schonmal darauf vor, daß ich morgen früh bei ihm auf der Matte stehen werde. Um 08.45 Uhr heute morgen geht die nächste Odyssee los ... Nachdem ich meinen Wagen beim Autohaus abgegeben und ein Golf Cabrio (Automatik) als Ersatz bekommen habe, mache ich mich auf den Weg zu einem nahe gelegenen BMW-Händler. An einer Ampel (ca. 3 km vom Autohaus entfernt) wundere ich mich ... Hmm, wieso kommt denn da so komischer blauer Qualm aus den Lüftungsdüsen?!? ... Da mache ich mal lieber den Motor aus und fahre gleich wenn die Ampel wieder grün ist rechts ran ... nur das mit dem Motor anmachen bei grün kann ich vergessen, da rührt sich kein Ventil. Also helfen mir freundlicherweise die hinter mir Wartenden und schieben mich an den Rand. Einige Minuten später geht der Motor auch wieder an und ich fahre auf den Parkplatz einer Tankstelle, die gerade in der Nähe war. Nach einem Anruf beim Autohaus, daß mir mittlerweile sogar schon die Leihwagen verrecken, wird mir mitgeteilt daß der Notdienst unterwegs ist. 20 Minuten später kommt dieser auch und schleppt mich und mein qualmendes Cabrio wieder zurück zum Ausgangspunkt beim Autohaus. Dort erhalte ich einen anderen Golf (1.6 FSi) und staune über einen zufälligerweise anwesenden Golf V6 4motion HGP Bi-Turbo mit 500 PS (interessant: www.hpg-turbo.de).

... to be continued

Über Beileidsbekundungen oder Anregungen, was ich jetzt noch machen kann an meine email-Adresse würde ich mich sehr freuen. Danke!

Wen es interessiert, wie mein Golf aussieht - bzw. vor den ganzen Reparaturen aussah - der kann hier ein paar Bilder ansehen ...